Die größten Aufreger im deutschen Fußball der letzten 10 Jahre
Die wirklich interessanten Ereignisse beim Fußball spielen sich nicht immer nur auf dem grünen Rasen ab, sondern auch gerne mal außerhalb. In den letzten 10 Jahren taten sich so einige Abgründe auf, so dass es sich lohnt, nochmals einen genaueren Blick auf sie zu werfen. Aus allen Richtungen der Republik, erreichen fast jede Saison ungeheuerliche Ereignisse eine große mediale Aufmerksamkeit, auf die alle Beteiligten am liebsten verzichtet hätten.
In Leverkusen grassierte der Schnupfen
Erinnern Sie sich noch an den Oktober 2000 und an einen Herren namens Christoph Daum, der auf dem besten Weg war, Nationaltrainer zu werden? Zu dieser Zeit lagern er und sein langjähriger spezieller “Freund” Uli Hoeneß mal wieder im Clinch ob der vermuteten Kokain-Probleme des damaligen Trainers von Bayer 04 Leverkusen. In der Folge entschied sich Daum für eine freiwillige Haarprobe, die bekanntermaßen positiv ausfiel und somit nicht nur die Karriere als Trainer von Leverkusen beendete, sondern auch die angestrebte Position als DFB-Trainer unrealisierbar werden ließ. Nach einer Pause und der Flucht ins Ausland versuchte sich Daum unter anderem in Österreich, in der Türkei, in Köln und in Frankfurt als Trainer. An die großen Erfolge der damaligen Zeit konnte er vorerst nicht mehr anknüpfen. Vor knapp 10 Jahren war die Kokain-Affäre des Christoph Daum über viele Monate hinweg das Thema Nummer 1 in Fußball-Deutschland.
“Da lach ich mir doch den Arsch ab!”
Eine Wutrede der besonderen Art ließ der damalige BVB-Trainer Thomas Doll vom Stapel. Erinnern Sie sich noch? Angefressen ob der ständigen Nörgelei und Transfer-Gerüchte für die kommende Saison entschied sich Doll für einen offensiven Rundumschlag, der ihm letztlich aber auch den Job kostete, denn seitdem stand ihm die Presse nicht mehr sonderlich gut gegenüber. Neologisch aktiv war Doll allerdings bei dieser Wutrede, denn “Da lach ich mir doch den Arsch ab!” war vorher in dieser Form nicht bekannt und wird für immer in den Fußball-Jahresrückblicken auftauchen. Danke, Thomas Doll.
Rote Wangen bei den Roten
Eine Wutrede hielt auch Uli Hoeneß 2007 auf der Jahreshauptversammlung seines FC Bayern. Derart in Rage, dass ihm die Wangen rot wurden, hatte man ihn schon lange nicht mehr gesehen. Aber verständlich, wenn sich die Fans über ein teures Stadion beschweren, wovon der Verein allerdings stark profitierte. In den Medien war diese Rede natürlich lange in aller Munde.
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